Foto: Horst Kapuschat

Kerala - Land der Kokospalmen

Wer Kokospalmen liebt, der findet hier sein Eldorado. "Land der Kokospalmen" bedeutet der Name des indischen Bundesstaates in der Sprache (Malayalam) der Einheimischen. Und tatsächlich ist Kerala überzogen von Kokosplantagen.

Dadurch das der Bundesstaat eine kommunistische Tradition in der Regierung aufweist ist es zwar statistisch das ärmste Bundesland Indiens, aber hier ist die Bevölkerung zu 95% alphabetisiert, das Gesundheitssystem funktioniert recht gut und die Arbeitslosigkeit ist auf einem vergleichbar niedrigen Niveau.

In religiöser Hinsicht ist Kerala gemischt. Hindus stellen mit 56,2 Prozent der Bevölkerung zwar die Bevölkerungsmehrheit, ihr Anteil ist aber deutlich niedriger als im landesweiten Durchschnitt. Es gibt beträchtliche Minderheiten von Muslimen (24,7 Prozent) und Christen (19,0 Prozent). Der Islam wurde in Kerala nicht wie in Nordindien durch zentralasiatische Eroberer, sondern durch arabische Händler eingeführt. Die Christen Keralas sind vor allem Thomaschristen, die ihren Ursprung bis auf den Apostel Thomas zurückführen.

Wer die asiatische Küche mag, ist hier an der richtigen Adresse. Das Essen ist landestypisch unglaublich scharf, aber die Bandbreite der unterschiedlichen Gerichte ist recht groß und geschmacklich ein Feuerwerk.
Das nationalgericht Thali ist überall zu bekommen. Thali, das sind verschiedene Gemüse mit verschiedenen Saucen, Joghurt, Brot und vor allem Reis. Dargereicht wird es in Kerala meist auf einem Bananenblatt. Man bekommt eine Portion die einen völligst satt macht für umgerechnet 50 Euro-Cent. Das beste Thali hatte ich in einem unscheinbaren kleinen Restaurant im Busbahnhof der Hauptstadt Thiruvavantaphuram. Ein hervorragendes Thali ohne Ende und 5 Flaschen Cola (es ist wirklich soooooo scharf) für 1 Euro.

Vom Fleisch ist wegen der Aufbewahrung eher abzuraten. Dafür ist das vegetarische ( in der Speisekarte heißt das: from god`s own country) oder in Küstennähe der frische Fisch angesagt. In der Hitze ist es eh besser nicht so schwer zu essen. Alkohol ist kaum verbreitet. Entweder wegen des muslimischen Glaubens in einigen Regionen oder weil es einfach keine teure Schanklizenz gibt. Bestellt man allerdings einen "special tea", dann kann man in einigen unlizensierten Restaurants ein Teekanne mit Bier gefüllt bekommen. Allerdings ist Alkohol immer sehr teuer. Man kann also auch mal ganz verzichten.

Für den Strandurlaub sind Varkala und Kovalam zu empfehlen. Hier gibt es die schönsten Sandstrände Indiens (außer auf den Andamanen).

Die sogenannten Backwaters sind Kanäle die das Hinterland der Küste durchziehen. Hier kann man sich ein Hausboot mieten und sich durch eine Kullisse wie im Dschungelbuch treiben lassen.

Wenn man die Hitze satt hat, sollte man sich ein Taxi Mieten und in die Berge fahren. Hier sind die Temparaturen erträglich und die Teeplantagenüberzogenen Berge laden zum Wandern ein. Außerdem sollte man nicht verpassen in einen der Nationalparks zu fahren um sich wilde Tiere anzuschauen. Am besten ganz früh, wenn die Tiere an die Wassestellen kommen.

Kerala ist ein Traum. Es ist das indien für Anfänger. Trotzdem ist der Kulturschock nicht auszuschließen. Auf die Frage was Indien ausmacht, hatte ich die Antwort bekommen: "das kann man nicht erzählen, das muß man erleben".
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