Text und Foto: Stefan Schorr

Laissez-faire en Corse

Saint Florent an der Nordwestküste Korsikas gehört längst zu den beliebtesten Touristenorten. Doch trotz regem Besucherinteresse hat sich der kleine Ort seinen Flair, dieses Unhektische, bewahrt. Wer an der korsischen Küste entspannte Tagestouren paddeln möchte, findet in St. Florent ein gutes Basislager.

Vom Campingplatz „U Pezzo“ oder „Kalliste“ sind es jeweils nur wenige Meter bis zum Plage de la Roya. Von diesem Sandstrand aus gelangen Paddler schnell in den Yachthafen des Ortes. Gemütlich zwischen den dort festgemachten Segelyachten treiben, die Menschen auf der Hafenpromenade beobachten. Warum nicht einfach mal das entspannte „In den Tag leben“ der Korsen annehmen? Die Hafenpromenade bietet gleich mehrere Straßencafés, in denen sich das Leben auf der „Insel der Schönheit“ mit café au lait in der Sonne genießen lässt.

Die Strömung des River Aliso ist so gering, dass dieser vom Yachthafen aus problemlos ein Stück weit „bergauf“ befahren werden kann. Der Aliso verengt sich bald mehr und mehr und die Äste der am Ufer stehenden Bäume hängen schattenspendend übers Wasser. Am Flussufer ist der Campingplatz „La Pinède“, der einen Kilometer vom Meer entfernt liegt.

Der Plage de Loto ist ein feiner Sandstrand nordwestlich von St. Florent, zu dem keine Straße führt. Wer die auf zahlreichen Postkarten präsentierte Idylle mit eigenen Augen sehen will, muss den Ausflugsdampfer im Hafen besteigen. Oder auf eigenem Kiel hin. Vorbei an der Bucht Anse de Fornali und dem Punta di Cepo geht´s zum Punta Mortella, jenem Kap, ab dem der Küstenverlauf in westliche Richtung abknickt.

Schwärme fliegender Fische wühlen das Wasser vor den Booten auf und eine Schule Delfine zeigt am Horizont ihre Sprünge. Dann ist der Plage de Loto erreicht. Türkisfarbenes Wasser, feinster Sand und nur wenige Menschen machen diesen Strand zu einem besonderen Fleckchen Erde. Das denkt sich auch die Herde Kühe, die behände durchs Wasser watet.

Auf Korsika dominieren örtliche thermische Winde: am Tag Seewind, bei Nacht Landwind. Wird der starke Seewind im Sommer noch durch überregionale Winde unterstützt, können die Wellen das Paddeln schnell gefährlich bis unmöglich machen. Doch selbst wenn Nordwestwind die Bedingung am Cap Corse schwierig werden lässt, sind tief im Golfe de St. Florent Wind und Wellen noch sehr human.

Gutes Wetter vorausgesetzt, lässt sich in St. Florent natürlich auch eine komplette Umrundung des Cap Corse starten. 95 Kilometer weit ist die Strecke um die Nordspitze der Insel. Eine komplette Insel-Umrundung kann man mit rund 600 Kilometern veranschlagen.
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